Liebe Leserinnen und Leser,
kaum ist der Mai vorbei - beruhigen sich die Börsen wieder, stimmt die Börsenweisheit also doch? Sell in may and go away?
An der Konjunkturfront sind die Zahlen nach wie vor gut, die Arbeitslosenzahlen sind rückläufig, die Inflation ist gering und dies sorgt für weiter niedrige Zinsen, welches die Wirtschaft mit in Schwung hält.
Arbeitsmarkt schüttelt Krise ab
Der Arbeitsmarkt hat seine Erholung im Mai mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit 18 Jahren fortgesetzt. Zudem deutet laut Bundesagentur für Arbeit (BA) alles darauf hin, dass sich die Entwicklung in den kommenden Monaten weiter bessert. "Aber die Lage ist unsicher, mindestens für den Rest des Jahres", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Dienstag in Nürnberg.
Die Wirtschaftskrise schlägt sich noch in einer hohen Zahl von Kurzarbeitern nieder. Mit 3,242 Millionen Arbeitslosen verzeichnete die Bundesagentur 165.000 weniger als im April und 217.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich um 0,4 Punkte auf 7,7 Prozent. "Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt", sagte Weise. Noch niedriger war die Arbeitslosigkeit in einem Mai zuletzt 1992.
Entlastet wird der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit. Im März zahlte die BA an 830.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld. Davon waren 693.000 aus konjunkturellen Gründen in der Zwangspause. Auf dem Höhepunkt der Kurzarbeit waren es über 1,5 Millionen.
Ringen um Insolvenzordnung für Staaten
Die Bundesregierung versucht auf europäischer Ebene, die Verhandlungen über ein Insolvenzrecht für EU-Staaten voranzutreiben. Die deutsche Bundesbank hat unterdessen ihre Forderung nach einer staatlichen Insolvenzordnung bekräftigt. Ringen um Insolvenzordnung für Staaten zur Sicherung des Eur.
Die Bundesregierung versucht auf europäischer Ebene, die Verhandlungen über ein Insolvenzrecht für EU-Staaten voranzutreiben. "Dafür setzen wir uns ein", sagte der Sprecher des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU). Dies sei Teil der Gespräche, die unter dem Vorsitz des Ratspräsidenten Herman Van Rompuy geführt würden. Am kommenden Montag kämen die Unterhändler das nächste Mal zusammen.
Die Bundesbank hat unterdessen ihre Forderung nach einer staatlichen Insolvenzordnung bekräftigt. "Im Unterstützungsfall sind Verfahren erforderlich, die sicherstellen, dass ein Mitgliedstaat die notwendigen Maßnahmen auch umsetzt und nicht etwa bewusst eine Gefahr für den Bestand der Union in Kauf nimmt", sagte Bundesbankpräsident Axel Weber. "Zur Stärkung der Prävention zur Verhinderung eines solchen Falls wäre auch eine Insolvenzordnung ernsthaft zu prüfen." Insolvente Staaten müssen sich geordnet abwickeln lassen können Damit greift die Bundesbank zum dritten Mal binnen weniger Tage eine Forderung auf, die von der Bundesregierung aufgebracht worden war.
Finanzminister Schäuble hatte eine Insolvenzordnung für Staaten schon vor den Beschlüssen über die Rettungspakete ins Gespräch gebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt dies. Sie forderte in ihrer Regierungserklärung zum Euro-Rettungspaket die Möglichkeit einer "geordneten Insolvenz" von EU-Staaten.
US-Konjunktur Bauausgaben stimmen positiv
Die Bauausgaben in den USA sind im April unerwartet gestiegen. Unterdessen hat die US-Industrie im Mai etwas an Fahrt verloren. Das zeigen die Zahlen des ISM-Einkaufsmanagerindex. Das US-Handelsministerium in Washington wies am Dienstag bei den Bauausgaben ein Plus zum Vormonat von 2,7 Prozent aus - Dies ist der stärkste monatliche Anstieg seit fast zehn Jahren.
Im März waren die Ausgaben revidiert um 0,4 Prozent gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten für April mit einem unveränderten Wert gerechnet. Die Ausgaben der privaten Hausbauer zogen sogar um 2,9 Prozent an und damit so stark wie seit Juli 2004 nicht mehr.
Bankenprobleme in Spanien, politische Wirbel in Korea und Konflikte mit dem Iran schicken die Ölpreise in Luftlöcher. Platin und Palladium fangen sich nach dem Sturzflug wieder, Gold und Silber setzen ihren Aufwärtstrend nach kurzer Pause fort, während die Industriemetalle auf einer Flughöhe bleiben.
Steigt die Risikoaversion, sinken die Rohstoffpreise! Und das vor allem bei einem starken US-Dollar. Auf diesen Nenner könne man die rasant gefallenen Rohstoffpreise bringen, resümiert ein Experte. Innerhalb von zwei Tagen sind einzelne Industriemetalle wie Palladium um 20 Prozent günstiger zu haben, Öl hat gar 25 Prozent eingebüßt. Die Gründe seien in der Ausweitung der Vertrauenskrise um Spanien, der zugespitzten politischen Lage in Korea und im Konflikt mit dem Iran zu sehen. „Anleger haben übertrieben auf die Spanienprobleme reagiert und Rohstoffe überverkauft“, glaubt der Rohstoffanalyst . „Angst ist generell kein guter Ratgeber bei einer Investition, deshalb werden sich die Rohstoffpreise kurzfristig erst einmal wieder erholen“.Mittel- und längerfristig steige das Rohstoffangebot allerdings stärker als die Nachfrage, da die Perspektiven für Wirtschaftswachstum in den großen Industrienationen eher flach seien. Die Preise blieben deshalb bis zum Spätsommer allgemein unter Druck.
EZB gibt keine Entwarnung für europäische Banken
Trotz jüngsten Erfolgen können die europäischen Banken noch nicht aufatmen. Die EZB ortet verschiedene Herausforderungen für die Gewinnentwicklung.
Obwohl die Banken der Euro-Zone im vergangenen Jahr wieder in die Gewinnzone zurückgefunden und ihre Profitabilität im ersten Quartal 2010 sogar noch gesteigert haben, ist das Risiko eines Rückschlags in Europas Finanzsektor alles andere als gebannt. Zu diesem Schluss kommt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem jüngsten Bericht zur Finanzstabilität in der Euro-Zone.
Viele Finanzinstitute haben die Markterholung der vergangenen Quartale zwar genutzt, um ihre Bilanzen zu stärken, ihre Kapitalbasis zu erweitern und dickere Polster für künftige Verwerfungen aufzubauen. Doch die Krise um die überschuldeten Euro-Länder hat gezeigt, dass das System als Ganzes noch anfällig ist auf Störungen. Die Hauptsorge der EZB gilt nicht mehr Abschreibungen auf Finanzanlagen der Banken wie zum Höhepunkt der Finanzkrise. Heute sorgt sie sich eher um realwirtschaftlich bedingte Ausfälle.
So wird die Zahl der Kreditausfälle laut der Notenbank im laufenden Jahr zwar ihren Höhepunkt erreichen, aber auch im kommenden Jahr noch auf sehr hohem Niveau bleiben. Staatsverschuldung als Gefahr Ein grosses Risiko für das Finanzsystem stellt auch die Überschuldung der Staaten dar. Diese könnte zu einem Anstieg der langen Zinsen führen, was die Refinanzierungskosten für die Banken erhöhen würde. Zudem wird befürchtet, dass, wenn die Regierungen ihre hohen Defizite finanzieren müssen, dies zu einer gewissen Verdrängung der Refinanzierung des Privatsektors führen könnte. Zudem könnte die hohe staatliche Verschuldung generell dazu führen, dass in der Wirtschaft mehr gespart und weniger konsumiert und investiert wird, was das Wachstum drosseln und indirekt auch die Gewinnchancen im Finanzsektor schmälern würde.
Die EZB erwartet zwar, dass die Banken in der nahen Zukunft bescheidene Gewinne erwirtschaften werden. Dennoch wird ihre Profitabilität gedrückt bleiben. Belastend wirken sich die erwähnten Kreditausfälle sowie höheren Refinanzierungskosten aus.
FIWAS Aktien-Konzeption:
Unser Aktienportfolio mit internationalen Top-Werten ist weiterhin sehr stabil im Vergleich zu anderen Aktienindizes: Diese Aktienkonzeption wurde am 1.10.2006 gestartet und ergibt jetzt ein Plus von 26,6 % nach 42 Monaten Laufzeit.
Informationsstrategie: Erfolgt ein Ausbruch nach unten aus dem längerfristigen Aufwärtstrend, wird sofort verkauft und reinvestiert in Top-Werte derselben Kategorie. Die Aufwärtstrends müssen also bei unseren Käufen immer intakt sein. Die Laufzeit sollte mindestens 4-5 Jahre betragen. Es handelt sich ausschließlich um konservative, dividendenstarke Qualitätsaktien.
Wir wünschen einen schönen Sommeranfang.
Mit freundlichen Grüssen
Ihre FIWAS GmbH
Stand: 2.6.2010
Für Aktien und Emerging-Market-Bonds ergeben sich hohe Renditechancen, aber auch höhere Risiken. Gönnen Sie sich unsere langjährige Erfahrung.
Redaktion: FIWAS Finanz-, Immobilien-, Wirtschafts- und Analyse-Service GmbH©
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